Wednesday, August 10, 2011

Der Tag hell und kalt. Die Straßen verwaist, trotzdem ein Treffen am Park. Nabelfrei im Shirt gibt sich das Mädchen ganz cool. Ihr Lächeln fröstelt. Auf dem Stein sitzend den Stecker im Ohr, lauscht sie dem neuesten Sound. Die Jungs im Sakko fahren herum, ein Skateboard lehnt an der Mauer. Sie sind vereinzelt, fahren und lauschen vertieft, den iPod am Hals. Vom Geländer rauscht waghalsig balancierend ein Skater mit Brett. Niemand schaut rüber, der Künstler fliegt durch die Luft, schwebend und landet. Er saust aus dem Nichts weiter über die Treppe, fliegt wie ein Vogel. Das Kunststück vorbei, gleitet er elegant hin, zum wartenden Trupp. Es nieselt nun leicht, noch kälter weht Wind daher. Das Bushäuschen schützt. Sie steht langsam auf, besinnt sich, geht gelassen dort zum Unterstand. Sie schwingt die Hüften, teilnahmslos setzt sie sich hin, hört weiter Musik. Sind sie Komparsen in einer schweigenden Welt, ein jeder für sich? Jetzt rauschen sie los, zischen durch beißenden Wind, Skater im Eislicht. Wie wilde Tänzer, im klassischen Raster der Choreographie. Sie sitzt ganz ruhig, folgt aus den Augenwinkeln der Demonstration. Seltsames Werben in eisiger Kälte. Blick in Isolation. Der Regen wird stark. Sie nimmt ihr Board von der Wand, sie winkt und springt auf. Die Haare klatschnass, ihre Arme wie Schwingen. Figur aus Metall. Ihr rechter Fuß treibt gegen eine Wellenwand, das Brett ihr Nachen. Sie gleitet davon, Amazone im Kampfdress, vom Regen verschluckt. Die Kohorte folgt. Nur das Zischen der Skateboards auf schwarzem Asphalt. Ganz leer ist der Ort, nur Regen und Wind, eisig, das Rauschen verklingt.__________________________by Gabriele Brunsch



















































































photo lina tesch
model darya (modelwerk)
hair & makeup anne henrichsen (bigoudi)
styling nadja mara brvar
photo assistant marina








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